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  • AutorenbildThomas Edtmeier

Bahnhofstraße 14: Transparenz - ein Fremdwort in Vorchdorf

Vor knapp zwei Wochen gab sich das teilweise zur Faschingssitzung verkommene Gemeindeparlament in Vorchdorf einmal mehr ein Stelldichein. Und ebenso einmal mehr traute ich meinen Augen und Ohren nicht. Unter Tagesordnungspunkt 14 sollte die weitere Vorgangsweise rund um den Rückkauf des sogenannten 1-Euro-Grundstückes am Standort Bahnhofstraße 14 beraten und behandelt werden. So weit, so gut.



Dann war die Liste Vorchdorf an der Reihe und stellte den eigentlich von Selbstverständlichkeit getragenen Antrag, wonach alle Gemeindevorstände und Fraktionsobmänner lückenlosen Zugang zu sämtlichen diesbezüglichen Unterlagen inkl. Schätzgutachten erhalten mögen. Wie gesagt eigentlich eine Selbstverständlichkeit.


Doch umgehend folgte der Paukenschlag: Dieser Zusatzantrag wurde mehrheitlich von ÖVP und der zum schwarzen Beiwagerl mutierten Vorchdorfer FPÖ abgelehnt! Ein politischer Schlag ins Gesicht all jener Gemeindevorstände und Fraktionsobleute bzw. eigentlich aller Gemeinderäte, denen man mit dieser Haltung regelrecht das Götzzitat entgegenschmettert.


Dass Transparenz, das Spielen mit offenen Karten und Zusammenarbeit auf Augenhöhe in Vorchdorf Fremdwörter sind, war und ist ja hinlänglich bekannt. Mit der Ablehnung dieses Antrages der Liste Vorchdorf schlägt man im Markt voller Leben jedoch ein neues Kapitel auf, das aus meiner Sicht so nicht akzeptiert werden kann und von mir in meiner Zeit als Gemeindevorstand in dieser Form auch nie hingenommen worden wäre.


Nach dieser politischen Entgleisung gepaart mit moralischer Verwerflichkeit darf man nicht zur Tagesordnung übergehen. Hier muss ein Aufschrei durch die Reihen aller mit einem Restfunken an Anstand und demokratischem Grundverständnis gehen. Und so bleibt zu hoffen, dass die Gemeindeaufsicht (IKD) diesem abgehobenen Gebaren der Vorchdorfer Gemeindeführung einmal mehr seine Grenzen aufzeigt.


Eigentlich beende ich meine Kommentare stets mit „Edtmeier Ende!“, aber angesichts dieser unglaublichen Narretei bleibt mir nur ein schallendes „Voridori!“

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