ALIF-Vorchdorf: Zweiter Anlauf zum Bau einer neuen Moschee?

07.11.2018

Die Gerüchte und Hinweise verdichten sich, dass die vom Verfassungsschutz beobachtete Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG), die in Oberösterreich offiziell unter dem Namen Austria Linz Islamische Föderation (ALIF) auftritt, einen weiteren Anlauf zum Bau einer neuen Moschee in Vorchdorf startet.

 

So hört man hinter vorgehaltener Hand, dass die ALIF Vorchdorf kurz davor stünde, ein prominent gelegenes Objekt von einem noch prominenteren Handelskonzern zu erwerben. Erklärtes Ziel der lokalen Islamischen Föderation scheint also noch immer, eine neue Moschee in Vorchdorf zu errichten und sich somit noch breiter vor Ort zu etablieren.

 

Der Wille eines beachtlichen Teils der Vorchdorfer Bevölkerung, derartiges zu verhindern, ist allerdings nach wie vor ungebrochen. Ebenso wie der Widerstand jener vernunftbegabten Kräfte im Vorchdorfer Gemeinderat.

 

 

Was die jetzige Situation von jener vor gut zwei Jahren unterscheidet, ist das Faktum, dass es sich hier nicht um ein Gemeindegrundstück handelt, sondern nun besagter Handelskonzern und die ALIF miteinander verhandeln. Somit hat die Marktgemeinde Vorchdorf „de iure“ kaum Handhabe, „de facto“ allerdings sehr wohl: Sitzt doch unser Herr Bürgermeister in diversen Funktionen - unter anderem als oberste Bauinstanz - mit am Verhandlungstisch, wenn es um den Neubau am geplanten Standort des Handelsriesen beim Vorchdorfer Friedhof-Kreisverkehr geht. Und in dieser Personalunion stünde es unserem Ortsoberhaupt empfohlenerweise auch wirklich gut an, den Vertretern des Handelskonzerns eindringlich zu erklären, mit welch zwielichtigen Zeitgenossen sie sich mit ALIF (oder einem ihrer vorgeschobenen Vertreter) da eingelassen haben. 
 

 

Zur Erinnerung hier noch ein paar aktuelle Fakten zu ALIF bzw. Milli Görüs:

  •  Die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG), die in Oberösterreich offiziell unter dem Namen Austria Linz Islamische Föderation (ALIF) auftritt, steht unter Beobachtung des deutschen Bundesamtes für Verfassungsschutz und wurde von diesem als "verfassungsfeindlich" eingestuft. (>>> Quelle)
     

  • OÖ Landespolizeidirektor Andreas Pilsl bezeichnete 2017 auf Einladung von LH Dr. Thomas Stelzer die ALIF als "nationalistisch und fundamentalistisch". (>>> Quelle)
     

  • Das Bundeskanzleramt unter der SPÖ-Staatssekretärin Muna Duzdar überprüfte 2017 die IGMG bzw. ALIF wegen verbotener Auslandsfinanzierung im Zuge einer globalen Spendenkampagne zur Errichtung einer Imam-Schule in Linz. "Mit der Infak-Kampagne, die es bereits seit mehreren Jahren gibt, werden Bildungsprojekte gefördert, soziale und religiöse Bedürfnisse gedeckt und damit u.a. die muslimische Identität gestärkt", heißt es auf der Homepage der IGMG, "diese Einrichtungen sowie unsere Moscheen werden unser Erbe an die kommenden Generationen sein". (>>> Quelle)
     

  • Der bei ALIF-Vorchdorf engagierte Bülent Arikan wurde 2017 aus der ÖVP ausgeschlossen, da er Mitglied der türkisch-islamistischen Bewegung „Saadet“ war. Die islamistisch-politische Bewegung Saadet weißt nach Experten antisemitische Charakterzüge auf und steht gegen eine demokratische Grundordnung. OÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer zog daher Konsequenzen und äußerte sich wie folgt: „Man kann nicht OÖVP-Mitglied und gleichzeitig in einem Verein tätig sein, dessen Grundsätze und Werte sich nicht mit jenen der OÖVP decken. Jedes politische Engagement mit Naheverhältnis zur türkischen Innenpolitik wird von uns abgelehnt.“ (>>> Quelle)
     

  • Ebenso wie Bülent Arikan erging es auch seinem Bruder Levent, der von der SPÖ aus dem gleichem Grund vor die Tür gesetzt wurde. Levent Arikan trat übrigens erst Ende 2017 wieder in Erscheinung, als er nach Schwanenstadt zu einem Vortrag des türkischen Islamisten Mustafa Kurdaz, Chefredakteur der türkischen Zeitung „Milli Gazete“, lud. „Milli Gazete“ fiel bereits mehrfach durch antidemokratische, antisemitische und antiwestliche Äußerungen auf. (>>> Quelle)
     

  • Und auch der fraktionslose Nationalratsabgeordnete Efgani Dönmez findet klare Worte: "Organisationen wie ALIF missbrauchen unser Vereinsrecht, um ihre politische Agenda zu verbreiten. ALIF ist ein Ableger von Milli Görüs, sie nennt sich nur anders. ... De facto ist sie eine Partei, die in Österreich Moscheen betreibt und auch Jugendliche dort religiös und politisch indoktriniert. Sie ist das türkische Pendant zur arabischen Muslimbruderschaft." (>>> Quelle)
     

  • Bei einer Lesung der Schauspielerin Ursula Strauss im Linzer Brucknerhaus am 5. November 2018 sollte auch Murat Baser, Vorsitzender der islamischen Religionsgemeinde und führender Funktionär der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs, Verse aus dem Koran vortragen. Selbst der Linzer ÖVP-Klubobmann Martin Hajart sieht Murat Baser als Kopf einer nationalistisch-islamistischen Bewegung und appellierte im Vorfeld, „keinen Kräften eine Bühne zu bieten, die im fundamentalistischen Milieu angesiedelt sind“. (>>> Quelle)
     

  • Etc. etc. etc.

 

Man sieht also, dass sich die berechtigten Vorbehalte gegen die genannten Institutionen nahezu durch die gesamte politische Landschaft ziehen und keineswegs mit Islamophobie oder ähnlichen fadenscheinigen Schutzargumenten zu tun haben. Daher konnte ich mit so manchen Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat 2016 erfolgreich dafür sorgen, dass die erste "ALIF-Welle" mit einer neuen Moschee am Standort hinter der BP-Tankstelle vorläufig verhindert werden konnte. Die nunmehrige Ausgangslage, nennen wir sie ALIF 2.0, stellt sich noch ein wenig herausfordernder dar. Umso mehr werde ich weiter dagegen kämpfen, einer weiteren Islamisierung unserer Gesellschaft und dem Hofieren von derartig zweifelhaften Entwicklungen in Vorchdorf Tür und Tor zu öffnen. Jeder Mitstreiter ist herzlich willkommen. 

 

Und noch ein Gedanke: 

Ob die Vorchdorferinnen und Vorchdorfer ihre Lebensmittel und den Haushaltsbedarf in großem Stil bei einer Handelskette einkaufen werden, der sie eine weitere Ausbreitung und Präsenz einer mit unserer Gesellschaft nicht kompatiblen islamistischen Bewegung zu verdanken haben, ist mehr als fraglich: NEIN, SAGT MEIN HAUSVERSTAND.

 

Edtmeier Ende!

 

 

 

 

 

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

Wer schreibt hier?
Folgen Sie mir auf
Folgen Sie mir auf
Folgen Sie mir auf
  • Facebook Basic Black
  • Twitter Basic Black
Schnellauswahl
Please reload