Wahlempfehlung: Und sie muss doch sein!

25.09.2019

Eigentlich war für heute ja ein kurzer Kommentar zur gestern Abend von uns im Gemeinderat beschlossenen Unterstützung der von Landesrat Rudi Anschober (Grüne) gehypten Klima-Petition geplant. Eigentlich wollte ich in diesem Zusammenhang das gelungene Wortspiel "Wir brauchen keinen ANSCHOBER, wir brauchen einen ABSCHIEBER!" bringen. UND: Eigentlich wollte ich auch keine Wahlempfehlung abgeben. ABER: Die Ereignisse haben sich überschlagen.

 

 

Was wir hier im aktuellen Wahlkampf zur Nationalratswahl erleben, lässt alle anderen bisher wahrgenommenen politischen Auseinandersetzungen zum Kinderfasching verblassen. Ist es mit dem Ibiza-Video schon nicht gelungen, die Freiheitlichen in den Orcus der Geschichte zu verfrachten, wurde nun mehrfach nachgesetzt. Nicht mit Themen, nicht mit Argumenten. Nein. Mit widerwärtigsten Gerüchten, mit menschenverachtendem Anpatzen, mit anonymen Anzeigen und mit den Auswüchsen des geldgeilen Egozentrismus' eines ehemaligen Vertrauten des langjährigen Parteichefs HC Strache.

 

Strache hatte also monatlich "Spesen" zur Verfügung. Für Einladungen, für Kleidung... vielleicht sogar für den Friseur - 600,- Euro pro Besuch werden es aber selbst hier wohl nicht gewesen sein. Denn das bleibt "Tafti-Fantasti" vorbehalten.

 

Im Klartext: Ein Mensch, der - wie HC Strache - sein Leben 80 bis 100 Stunden pro Woche in den Dienst seines politischen Jobs, seines Landes und seiner Gesinnungsgemeinschaft stellt, stets wie aus dem Ei gepellt aussehen muss und zig Termine täglich wahrnimmt, hat nun einmal einen Spesentopf. Das ist bei anderen Parteien nicht anders und bei hochrangigen Funktionären oder Vorstandsvorsitzenden in der Privatwirtschaft auch nicht.

 

Doch Argumente zählen in diesem Wahlkampf nicht mehr. Es wird besudelt, was das Zeug hält. Der Verrat ist allgegenwärtig. Das "argumentum ad hominem" wird zur Kunst erhoben. Doch das Allerschlimmste ist, dass damit sowohl Demokratie als auch jegliche Menschlichkeit aus den Angeln gehoben werden. Und das dürfen wir nicht zulassen.

 

Eigentlich wollte ich keine Wahlempfehlung abgeben. ABER: Jetzt erst recht(s)!

 

EDTMEIER ENDE!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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