Facebook-Seite weg – Strache wieder da?

19.10.2019

Gestern war es also soweit: Die FPÖ nahm HC Straches Facebook-Seite vom Netz und allem Anschein nach auch die seiner Frau Philippa. Charakterlosigkeit gehört anscheinend mittlerweile zum guten Ton bei manchen Vertretern in der Freiheitlichen Partei.

 

Man kann als glühender Verfechter des dritten Lagers vor dem Hintergrund dieser umfassenden Selbstdemontage durch die aktuelle Funktionärsspitze nur ungläubig den Kopf schütteln und lediglich im Ansatz erahnen, welche Ursachen dahinter stecken. Ist es Machtversessenheit? Ist es Egomanie? Oder ist es schlichtweg viel Pech beim Denken? In jedem Fall steht das Ergebnis bereits heute fest: Die FPÖ unter ihrer jetzigen ohnehin bereits zwiegespaltenen Führung wird sich „zersprageln“. Die Lagerkämpfe um das Erbe, das HC Strache über fast 15 Jahre aufgebaut hat, werden sich intensivieren. Die Regierungsfähigkeit wird man auf Jahre bis zur Unkenntlichkeit weiter verstümmeln.

 

 Foto: Screenshot private Facebookseite von HC Strache

 

Und was bleibt über: Die fassungslosen, vor den Kopf gestoßenen Wähler und Sympathisanten der einst stolzen FPÖ. Jene Wähler, die ihre Hoffnungen in eine bessere Zukunft mit einer starken Freiheitlichen Handschrift gelegt haben.

 

Auf seiner privaten Facebook-Seite schrieb HC Strache heute Nacht: „Herzlichen Dank an alle aufrichtigen und treuen User und Unterstützer! Jedes Ende ist ein neuer Anfang. Keine Sorge, ich komme nicht nur auf Facebook wieder.“ Allerdings würde dies ein harter und steiniger Weg. Es hieße zurück an den Anfang. Zurück in die wählerstimmentechnischen Niederungen des Jahres 2005.

 

Doch mit den nach wie vor treuen Mitstreitern, mit einer engagierten Frau an seiner Seite und mit einem gehörig langen Atem wäre es für HC Strache mittel- bis langfristig machbar, wieder ein gesundes drittes Lager in einer neuen Bewegung zu vereinen. Im Übrigen berge dieser Weg auch eine zusätzliche unglaubliche Chance: Nämlich Fehler, die man begangen hat, kein zweites Mal zu machen.

 

Und weil es zu den Straches und der aktuellen Beziehung mit manchen Spitzenfunktionären der FPÖ passt, hier ein abschließendes Zitat, das Franz von Assisi zugeschrieben wird: „Dass mir der Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde? Der Hund blieb mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.“

 

Edtmeier Ende!

 

 

 

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