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  • Thomas Edtmeier

ÖVP-Vorchdorf: Ein Sittenbild

Widmen wir uns heute doch mal wieder dem politischen Lokalkolorit der Marktgemeinde Vorchdorf – und hier ganz speziell der ortsansässigen Volkspartei, die bekanntermaßen ihren eigenen unbequem gewordenen Gemeinderat Albert Sprung aus der Fraktion ausgeschlossen hat.



Hat sich der geschasste Lokalpolitiker Sprung doch gar erdreistet, Kritik an manchen von der ÖVP vorangetriebenen Projekten und Maßnahmen sowie der Amtsführung von Bürgermeister Gunter Schimpl zu üben. Dabei kann man Sprung durchaus verstehen, denn das politische Gebaren des Ortschefs und seiner schwarzen Erfüllungsgehilfen erinnert mit seiner Kritikresistenz und Bürgerferne seit Jahren frappant an eine Melange aus Landeskaiser Erwin Pröll und Sonnenkönig Ludwig XIV.


Nun kann man in der Sache unterschiedlicher Meinung sein und sich auch trefflich streiten. Wenn sich aber eine Fraktion wie die Vorchdorfer ÖVP stets in abgehobenen Allmachtsfantasien ergeht und Querdenker selbst in den eigenen Reihen nach Belieben entsorgt, dann zeichnet das schon ein trauriges Sittenbild der besonderen Art.


Und die „schwarze“ Liste der Vorchdorfer Volkspartei (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) ist durchaus eindrucksvoll:

  • Ermöglichung des Baus einer Großmoschee der Islamischen Föderation (ALIF) gegen den Willen der Bevölkerung und ohne vorhergehende Volksbefragung, wie von mehreren Hundert Vorchdorfer Bürgerinnen und Bürgern gefordert.

  • Aushebelung von Gemeinderatsbeschlüssen ohne Rücksicht auf Anrainer: Stichwort „Bauvorhaben Bahnhofstraße 14 – Boarding House“.

  • Katastrophen-Umbau der Bahnhofstraße samt notwendiger Großsanierung nach nur einem(!) Jahr.

  • Freunderlwirtschaft: Regelmäßige und zumindest fragwürdige Auftragsvergaben an VP-Gemeinderäte, möglicherweise teils ohne notwendige Ausschreibung und im Widerspruch zur „De-minimis-Verordnung“ der Europäischen Union.

  • Agieren im Widerspruch zur OÖ Gemeindeordnung: Stichwort „Veröffentlichung und rechtzeitige Bereitstellung von Gemeinderatsprotokollen.

  • Monatelanges Dulden von regelmäßigen katastrophalen und belagerungsartigen Zuständen durch Roma und Sinti.

  • Beschämender Umgang mit unseren älteren Menschen im Zusammenhang mit dem Neubau des Bezirksseniorenheims in Vorchdorf.

Tja, und nun muss sich also der ehemalige VP-Gemeinderat Albert Sprung als Fraktionsloser im Ortsparlament durchschlagen. Weil er Kritik geübt hat und weil er sich seinem Ortskaiser nicht widerspruchslos beugen wollte. Die Folgen werden sein, dass er vom ohnehin spärlichen Informationsfluss der Marktgemeinde ausgeschlossen und zum politischen Outlaw erklärt wird. Als ehemaliger Gemeindevorstand und Gemeinderat der Almtalgemeinde Vorchdorf weiß ich das nur allzu gut und kann ein Lied davon singen.


Ich wünsche dem wilden Gemeinderat Sprung alles Gute und einen langen Atem. Denn die ÖVP Vorchdorf wird sich weiter auf ihre Fahnen schreiben: „Hände falten, Goschn halten! Oder Du fliegst raus!“


Edtmeier Ende!

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